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‚Street Heart. Nie mehr ohne dich‘ ist der zweite Teil aus der Street Stories Reihe von Laini Otis.

Nachdem mich der erste Teil einfach umgehauen hat, war ich super neugierig auf Band 2. Doch leider konnte mich dieser Roman nicht so überzeugen, wie sein Vorgänger.

Das lag hauptsächlich an der Handlung des Romans. Aus meiner Sicht gab es eigentlich nur 2 Schlüsselszenen im Roman und beide kamen nicht überraschend, sondern ich habe mehrere Kapitel darauf gewartet, dass das Ereignis nun endlich eintritt. Denn das es passieren würde war vorher klar abzusehen.

Die restliche Handlung bestand aus den ganzen Ritualen, die auch Nika (die Protagonistin aus Band 1) bei CHANCE schon erlebt hat. Da man beide Bände auch unabhängig voneinander lesen kann, ist es durchaus möglich, dass der Roman spannender ist, wenn man ihn als ersten Teil in der Reihe liest. Für mich zog sich die Handlung dadurch leider nur noch mehr.

Trotzdem würde ich jedem empfehlen mit Teil 1 zu beginnen, weil die Einführung einfach eine ganz andere ist.

Laini Otis spricht mit der Obdachlosigkeit ein sehr wichtiges Thema unserer Gesellschaft an. Ich wohne in Berlin und – wenn nicht gerade HomeOffice aufgrund von Corona angesagt ist – begegne ich täglich zahlreichen Obdachlosen in der U-Bahn. Ehrlicherweise schaue ich meistens einfach weg. Aber das ist nicht richtig. Ich schätze Autoren, die in ihren Büchern solche gesellschaftskritischen Themen aufgreifen, ohne den Leser direkt anzugreifen oder zu kritisieren. Die Bücher haben mir eine neue Perspektive eröffnet.

Den Schreibstil des Romans empfand ich als locker und leicht, was das Buch angenehm zu lesen gemacht hat!

Insgesamt bleibe ich aber dabei – wenn euch das Thema neugierig gemacht hat, dann lest Teil 1 zuerst und entscheidet danach, ob ihr Teil 2 eine Chance geben wollt! 🙂

Kategorien: Rezension

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