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An diesem Buch ist mir etwas seltsames aufgefallen. Ich habe immer behauptet, dass ich beim Lesen keine Personenbeschreibungen brauche, weil ich sie eh nicht lese. Beziehungsweise überfliege und mir die Person in meinem Kopf dann völlig anders vorstelle.

Doch ich hatte das Gefühl in diesem Buch gab es sehr wenig Beschreibungen zu unseren 5 wichtigsten Charakteren und irgendwie hat mir das gefehlt. Insbesondere die Haarfarben haben mir gefühlt gefehlt. (Das heißt nicht, dass sie nicht wirklich genannt wurden – ich kann sie auch überlesen haben.

Aber jetzt kommen wir mal zu den wirklich wichtigen Dingen, denn mal im Ernst, vermeintlich fehlende Haarfarben sind ja nun wirklich nichts, an dem ich ein Buch bewerten würde.

Dieses Buch soll, aus meiner Sicht, die Augen öffnen, Perspektiven erweitern und uns Empathie beibringen. Das alles schön verpackt in einer Geschichte, die uns mit auf eine Reise nimmt – im wahrsten Sinne des Wortes!

All das ist Alicia Zett mit diesem Roman absolut gelungen! Am liebsten würde ich jetzt sofort zu einem Roadtrip nach Italien aufbrechen. Schade, dass Maries sorgfältig geplante Karte mit den eingezeichneten Toiletten, nicht hinten im Buch abgedruckt war. Sonst würde ich mich, sobald es wärmer wird, ins Auto setzen und losdüsen.

Ein ganz klein wenig gestört haben mich die Zeitsprünge zu Beginn und zum Ende des Buches. Wenn hier noch ein wenig mehr ausgeschrieben gewesen wäre, hätte es Marie und Fynn aus meiner Sicht noch etwas mehr Tiefe verliehen. Auch Joons Motivation ganz zu Beginn des Buches hat mir ein kleines Fragezeichen im Kopf hinterlassen. Wobei man fairerweise sagen muss, dass wir ja nie in Joons Kopf reinschauen konnten, weil er keiner der beiden Hauptprotas war.

Davon aber abgesehen hat mich das Buch voll und ganz überzeugt. Vor allem die Charaktere und ihre Beziehung untereinander! Besonders Noahs und Chiaras, sowie Noahs und Maries Beziehung fand ich wahnsinnig schön. Genau so eine Clique braucht meines Erachtens nach jeder in seinem Leben.

Alicia Zett hat genau das getan, was ich mir von einer Autorin wünsche. Sie hat mich in eine andere Welt entführt und freiwillig wollte ich nicht mehr auftauchen.

Kategorien: Rezension

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