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Als ich das Cover und den Klappentext zu „Moments like Snowflakes“ gesehen habe, hatte ich direkt Bilder von verschneiten kanadischen Wäldern, Holzhütten und Kaminöfen im Sinn. Gepaart mit einer süßen Liebesgeschichte, die mir ein paar gemütliche Lesestunden beschert.

Während des Lesens wurde der Wunsch nach den oben genannten Dingen immer größer, da er für mich leider nicht so ganz erfüllt wurde. Klar wurden die verschneiten Wälder oder Hütten auch mal erwähnt, aber irgendwie konnten die Beschreibungen im Buch meine Fantasie nicht anregen. Gefühlt spielte die Geschichte nur im Hotelzimmer der Protagonistin, in der Lobby oder im Speisesaal des Hotels.

Die Szenen drehten sich dann auch meist nur um die gleichen Themen und mir fiel es schwer einen Bezug zu den Charakteren herzustellen. Vor allem mit der Protagonistin Jenna hatte ich ziemliche Schwierigkeiten. Sie war die meiste Zeit über sehr unsicher, was sich in ellenlangen inneren Selbstgesprächen widerspiegelte. Sie analysierte gefühlt jeden Satz, den sie gesprochen hat, ob dieser auch angemessen war oder ob sie das besser nicht gesagt hätte (Ryan fing damit später im Buch leider auch an). Jenna kam mir dadurch zeitweise sehr jung vor, obwohl sie 26 sein soll. Das hat es mir noch schwerer gemacht eine Verbindung zu ihr aufzubauen.

Die anderen Charaktere waren ziemlich überzogen dargestellt und alle in eine bestimmte Rolle gedrängt, die sie dann ohne abzuweichen, spielten. Für eine lockere Liebesgeschichte war das aber okay.

Die Handlung dümpelte eine Zeit so dahin, zum Ende hin hat sie mir dann besser gefallen und die letzten 30 Prozent habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Ich habe dann erst im letzten Kapitel festgestellt, dass das Buch gar kein Einzelband ist. Ich werde den Folgeband vermutlich nicht mehr zur Hand nehmen, da ich mir das Ende denken kann und die Entwicklung dahin nicht unbedingt verfolgen muss.


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