© Laura Cardea, CARLSEN Verlag GmbH

Im Juni habe ich „Mel – Wächterin der Dämonen“ beendet. Das Buch hat mich am Anfang sehr gecatcht. Das Thema Geisterjagen finde ich sehr spannend. Ebenso wie das Setting. Die Protagonistin hat ein riesiges Anwesen geerbt mit unzähligen Zimmern. Das finde ich beängstigend, aber auch ziemlich cool. So wusste man nie, was im nächsten Zimmer noch so lauern könnte.

Die Handlung war sehr originell und am Ende wurde alles gut aufgelöst. Den Anfang fand ich spannend, aber leider zog sich die Geschichte in der Mitte sehr. Ich habe auch eine ganze Weile für das Buch gebraucht, da der Mittelteil für mich so schleppend war.

Meine Meinung zur Protagonistin ist zwiegespalten. Einerseits mochte ich es, dass Mel anders als ihr Umfeld und so ein bisschen das schwarze Schaf der Familie ist. Auch ihre sarkastische Art gefiel mir. Anfangs dachte ich auch, dass es sehr erfrischend ist, dass sie schon Anfang 20 ist und nicht mehr zur Schule geht. Aber sie benahm sich häufig so launisch und zickig, dass ich sie auf höchstens 17 geschätzt hätte und mir immer ins Gedächtnis rufen musste, dass sie eigentlich schon älter ist. Diese Seite an ihr hat mich irgendwann leider sehr genervt.

Leider war mir auch Juri nicht ganz so sympathisch. Die Gespräche zwischen Juri und Mel gefielen mir im Laufe des Buches immer weniger, da sie sich oft wiederholten und es nicht so richtig voran ging.

Die übrigen Personen fand ich hingegen sehr cool. Allen voran die Großmutter. Bei ihren Dialogen mit Mel musste ich immer wieder schmunzeln. Auch Mels beste Freunde fand ich echt interessant. Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden viel mehr eingebunden worden wären. Statt der zähen Handlung in der Mitte hätte ich lieber noch ein paar mehr Begegnungen mit ihnen gehabt.

Alles in allem hat die Autorin hier eine solide Fantasy-Geschichte mit vielen kreativen Ideen auf die Beine gestellt. Meiner Meinung nach hätte es noch ein bisschen mehr Spannung und weniger „Auf-der-Stelle-Getrete“ geben können. Das Buch ist Laura Cardeas Debüt-Roman und ich bin mir sicher, dass sie noch viele tolle Fantasy-Romane schreiben wird. Das Potenzial ist auf jeden Fall da. Im Oktober erscheint ihr neues Buch „Splitter aus Silber und Eis“. Der Klappentext dazu klingt einfach Mega, das werde ich mir definitiv näher ansehen.

Kategorien: Rezension

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