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Heute habe ich endlich geschafft, „Kaleidra“ von Kira Licht zu beenden. Ich habe tatsächlich mehrere Wochen an diesem Buch gelesen. Das lag hauptsächlich daran, dass ich momentan eine wahnsinnig stressige Zeit habe, aber auch mit dem Buch an sich habe ich mich schwer getan.

Die Autorin hat einen schönen Schreibstil und unglaublich viele Ideen. Vor allem die ersten Kapitel haben mir sehr gefallen und ich mochte die Richtung, in die die Geschichte geht. Im weiteren Verlauf wurde der Aufbau der Story immer komplexer und für mich anstrengender zu lesen. Es wurden zahlreiche Namen eingebracht, Fremdwörter usw. Ich muss gestehen, dass ich den Klappentext vorher nicht gelesen hatte und daher nicht wusste, dass es unter anderem um Alchemie geht. Aber auch wenn ich es gewusst hätte, hätte ich mir nicht vorgestellt, dass wirklich so viel von chemischen Elementen und Reaktionen die Rede ist. Das hat mich schon in der Schule nicht interessiert und beim Lesen hat es mich eher gelangweilt.

Hinzu kamen zahlreiche ausdauernde Beschreibungen von allem, z. B. Aussehen anderer Charaktere, Orte, Abläufe… Klar ist das auch wichtig, aber in diesem Buch war es für mich einfach zu viel. Ich bin dann immer wieder mit meinen Gedanken abgedriftet. Auch die magischen Aspekte (Ouroboros, tragbares Periodensystem) wurden für mich entweder kompliziert oder so abstrus beschrieben, dass ich mir das ganze nur schwer vorstellen konnte. Ich lese viel Fantasy und habe in den meisten Fällen sofort Bilder im Kopf beim Lesen, aber bei „Kaleidra“ hatte ich damit wirkliche Probleme.

Aufgrund der ganzen Beschreibungen und zum Teil ähnlichen Szenen kam die Geschichte immer wieder ins Stocken. Bei mir baute sich kaum Spannung auf, sodass ich, wenn ich mal Zeit hatte, auch nur wenige Kapitel gelesen habe. Es war interessant und ich wollte auch wissen, wie es ausgeht, aber der Gedanken, das Buch abzubrechen, kam mir schon zwischendurch mal.

Mit den Charakteren hat die Autorin das Ruder meiner Meinung nach wieder herumgerissen. Die Mitglieder der Goldloge und ihr Zusammenspiel hat mich sehr gut unterhalten. Mit der Protagonistin Emilia hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten, da ich sie ziemlich anstrengend fand, aber das legte sich dann mit der Zeit. Ben mochte ich trotz seiner Eigenheiten von Anfang an gerne.

Am Ende gab es dann einen ordentlichen Cliffhanger. Ich bin jedoch trotzdem noch nicht sicher, ob ich Band 2 lesen werde. Meine Zusammenfassung von Band 1 werde ich zum Erscheinen des zweiten Teils aber auf jeden Fall auf unserem Blog hochladen.

Kategorien: Rezension

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