© Montlake Romance, Amazon Publishing

Ich habe „Feel my Soul“ beim Stöbern durch das Angebot von Kindle Unlimited entdeckt und mich sofort in dieses wunderschöne Cover verliebt. Der Klappentext klang dann auch ganz vielversprechend. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.

Der Anfang, also Marys letzter Sommer in Florida, hat mir richtig gut gefallen. Allein, dass sie zum Musik machen, regelmäßig auf einen Leuchtturm steigt, hat mich begeistert. Marys Leidenschaft zur Musik und dass sie beim Gitarre spielen und singen alles um sich herum vergisst, finde ich echt faszinierend. Die Treffen mit ihrer ersten Liebe Tad und die gemeinsame Arbeit in der Bäckerei von Mr. Bakerfield (der für mich der heimliche Gewinner in dieser Geschichte ist) haben mir sehr gut gefallen.

Als Mary dann nach New York zieht, ging es für mich leider bergab. Sowohl mit der Handlung als auch mit dem Schreibstil der Autorinnen. Die Protagonistin erlebt etwas und erzählt davon mehreren Personen. Es kam also vor, dass wir eine Situation drei Mal beschrieben bekommen haben. Vor allem wenn Mary mit ihrer besten Freundin Sam gesprochen hat. Dann hat sie ihr von Ereignissen berichtet, die ich noch sehr gut im Kopf hatte (da sie erst einige Seiten zuvor geschehen sind). Das hat meinen Lesefluss ziemlich gestört. Zudem gab es immer wieder Stellen, an denen die Handlung durch (für mich) unwichtige Details gestoppt wurde. Bsp.: Mary kommt nach Hause und ihre Freundin möchte wissen, wie ihr Tag war. Bevor Mary berichten darf, wird erstmal geschildert, wie Sam den Teller von Mary mit Essen füllt, ihren eigenen Teller füllt, Marys Tasse abräumt und Wein hinstellt.

Da ich schon bei Marys Freundin Sam bin: dadurch, dass sie ihre beste Freundin ist, kam sie mir viel zu flach und ohne Charakter rüber. Ich konnte deutlich mehr Bezug zu Personen aufbauen, die ihr nicht so nah standen. Außerdem hat sich Mary meiner Meinung nach ziemlich egoistisch Sam gegenüber verhalten. Selbst als Sam etwas Traumatisches erlebt hat, wird nur kurz gefragt wie es ihr geht und dann wieder ewig über Marys Sorgen gesprochen.

Die Beziehung zu Marys Love Interest wurde für mich im Laufe des Buches immer komplizierter und anstrengender, sodass ich irgendwann auf der Strecke geblieben bin. Die Familiengeschichte des männlichen Parts kam mir so verworren und merkwürdig vor, auch da konnte ich zum Ende hin nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Ich finde es wirklich total schade, dass ich nicht positiver über das Buch sprechen kann, da die Autorinnen mit Sicherheit viel Herzblut reingesteckt haben, aber leider war es nichts für mich. Der Anfang war wirklich toll und ich habe viel Potenzial gesehen, aber die Charaktere und der Verlauf der Handlung konnten mich nicht überzeugen.

Kategorien: Rezension

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