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Johanna Danninger hat mit „Blue Sky Black“ eine Dystopie geschrieben, die spannender kaum sein könnte. Das Buch hat mich direkt von Beginn an gepackt und nicht mehr losgelassen. Teilweise folgte ein spannendes Ereignis dem anderen und ich musste zwischendurch mal durchatmen, um das Gelesene zu verarbeiten.  Zudem konnte ich keine der Wendungen vorhersehen, sodass ich anfangs auch nicht erwartet hätte, in welche Richtung die Geschichte geht.

Zur Spannung hat auch Johannas toller Schreibstil beigetragen. Ich habe bisher einen Liebesroman von ihr gelesen, aber in „Blue Sky Black“ hat sie bewiesen, dass sie auch eine fesselnde Dystopie schreiben kann. Zwischendurch hat sie immer mal witzige Dialoge eingebaut, die mich zum Lachen gebracht haben.

Die Beschreibung der einzelnen Charaktere hat mir auch sehr gut gefallen. Ich hatte zu allen ein konkretes Bild im Kopf. Mit einigen wurde ich nicht so richtig warm, andere habe ich aber schnell ins Herz schließen können. Das Zusammenspiel mancher Personen hat mich zum Lachen oder Schwärmen gebracht.

„Blue Sky Black“ ist ein Einzelband. Bei Fantasy-Romanen habe ich immer Zweifel, ob die Geschichte in nur einem Buch erzählt werden kann. Vor allem, wenn die Welt so anders ist, als wir sie kennen. Die Weltgestaltung und die Handlung konnten mir schlüssig vermittelt werden, allerdings würde meiner Meinung nach 100 Seiten mehr oder die Aufteilung auf zwei Bände der Geschichte gut tun. Gerade der Anfang war für mich etwas überstürzt und hektisch. Ich hätte gerne noch ein paar Kapitel mehr von Milas Leben allein bzw. mit ihrem Love Interest gelesen. So kam mir die Liebe zwischen den beiden viel zu plötzlich und war daher für mich nicht nachvollziehbar. Obwohl die Handlung spannend war, wurden für mich einige Dinge zu schnell und zu einfach gelöst. Das hat mir nicht ganz so gut gefallen.

Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen. Wie schon mehrfach erwähnt, war das Buch von vorne bis hinten spannend. Auch wenn mir einiges zu schnell ging aufgrund der Kürze des Buches, kann ich die Geschichte an Dystopie- und Fantasy-Fans weiterempfehlen. Und für mich wird es sicher nicht das letzte Buch von Johanna Danninger sein.

Kategorien: Rezension

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